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Landesgartenschau Oberhessen 2027

Landesgartenschau Oberhessen 2027 in Büdingen: wo Gemeinschaft, Natur und Geschichte zusammentreffen

Vom 22. April bis zum 3. Oktober 2027 werden 11 oberhessische Kommunen, darunter Büdingen, die Landesgartenschau Oberhessen veranstalten. Im Bundesland Hessen ist dies die erste Landesgartenschau, die nicht an einem Ort, sondern in einer ganzen Region stattfindet.

Büdingen präsentiert sich als Gartenschaustadt: neben den beiden eintrittspflichtigen Ausstellungsgeländen im Kurpark Bad Salzhausen und im Schlosspark Gedern können Besuchende den neu angelegten Stadtpark in Büdingen sowie die mittelalterlich geprägte Altstadt während der gesamten Landesgartenschau Oberhessen 2027 eintrittsfrei besuchen und genießen. Der urbane, multifunktional angelegte Stadtpark ist ein Ort für Begegnung, Erholung und Sport - oder die Alltagspause. Zur Landesgartenschau Oberhessen 2027 laden ausgewählte Veranstaltungen und Ausstellungen, die historische Altstadt und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten  zu einem Besuch in der Gartenschaustadt Büdingen ein.

Für die Landesgartenschau Oberhessen bindet die Stadt Büdingen sowohl die Kernstadt als auch die 16 Stadtteile in die Ausstellungen und Aktivitäten ein. Eine Landesgartenschau verbindet die jeweiligen Veranstaltungsorte, in diesem Fall rückt sie die Region Oberhessen in den Mittelpunkt. Sie fördert den Zusammenhalt und verbessert die regionale Infrastruktur nachhaltig. Die Wetterau und Oberhessen liegen attraktiv am Rande der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main. Somit haben wir als Gastgeber die Chance, den Bekanntheitsgrad unserer Region nachhaltig zu steigern.

Wir laden Sie ein, mit uns anlässlich der Landesgartenschau Oberhessen 2027 die Region neu zu entdecken.


Termine



Wo ist Oberhessen?

Geografisch liegt Oberhessen mitten in Hessen. Die Region erstreckt sich östlich der A45, grenzt im Norden grob an die A5 und ist von der A66 im Süden innerhalb weniger Minuten erreichbar. Als eigenständige Region ist Oberhessen auf Landkarten jedoch nicht immer eindeutig ausgewiesen. Wer mit der Bahn kommt und in Nidda-Bad Salzhausen aussteigt, entdeckt auf dem Schild am Bahnsteig den Hinweis „Bad Salzhausen (Oberhessen)“ – und befindet sich damit quasi schon am Pulsschlag der Region.

Elf Kommunen bilden heute den Kern der Region Oberhessen: Nidda mit Bad Salzhausen, Gedern sowie Büdingen, Hirzenhain, Echzell, Glauburg, Kefenrod, Limeshain, Ortenberg, Ranstadt und Schotten. Sie gehören dem Verein Oberhessen an, der vor 30 Jahren gegründet wurde. Die Gemeinschaft, die ursprünglich aus engagierten Privatpersonen und Unternehmern entstand, hat in den vergangenen Jahrzehnten etwas Besonderes erreicht: Sie hat eine fast verloren geglaubte regionale Identität Schritt für Schritt wiederbelebt. „Langfristig können die Herausforderungen unserer Region nur nachhaltig und zufriedenstellend gemeistert werden, wenn Städte und Gemeinden ihre Kräfte bündeln und Aufgaben gemeinsam angehen.“ So lautet das überzeugende Leitmotiv der Gemeinschaft. „Aus dieser Überzeugung heraus nutzen wir den Startschuss Landesgartenschau, um unsere Kräfte zu bündeln und Oberhessen gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt Henrike Strauch, Vorsitzende des Vereins.

Mit der Landesgartenschau vom 22. April bis 3. Oktober 2027 wird dieser illustren Region zwischen Wetterau und Vogelsberg ein Gesicht gegeben. Die Vulkangeschichte, die Kelten und die Römer haben diesen bezaubernden Landstrich mit seinen zahlreichen Flüssen und Seen geprägt. Historisch geht der Begriff „Oberhessen“ auf die Zeit des Großherzogtums Hessen im 19. Jahrhundert zurück. Damals war Oberhessen neben Starkenburg und Rheinhessen eine von drei Provinzen dieses Staates. Die Provinz umfasste Gebiete nördlich des Mains mit wichtigen Zentren wie Gießen, Friedberg und Alsfeld. Diese historische Einteilung prägte die Identität und die Verwaltungsstrukturen der Region über viele Jahrzehnte. Heute wird der Name „Oberhessen“ zwar nicht mehr als offizielle Verwaltungseinheit verwendet, lebt jedoch als moderne Regionsbezeichnung weiter. In diesem Sinne ist Oberhessen heute vielmehr eine gemeinsame Idee und weniger eine klar abgegrenzte Fläche: eine Region, die auf historischen Wurzeln basiert und gleichzeitig durch Zusammenarbeit und Zukunftsprojekte wie die Landesgartenschau Oberhessen 2027 weiterentwickelt wird. "Die Chance, Oberhessen auf die Landkarte zu heben, ist so groß wie nie", erläutert Florian Herrmann, Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft. „Im kommenden Jahr wird die Region durch das größte Landesfest im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit stehen. Oberhessen ist ein halbes Jahr das grüne Herz Hessens.“ 

Text und Grafik: Landesgartenschaugesellschaft/Myriam Lenz/Connect

Verortung Oberhessen © LGS/Connect
Verortung Oberhessen © LGS/Connect

Führung Stadtpark-Baustelle in Büdingen am 20.08.2026

Wer in der Mittagspause oder beim abendlichen Stadtspaziergang am Bauzaun entlangflaniert, erkennt tagtäglich Fortschritte und Veränderungen. Dass der Bauzaun für alle Interessierten geöffnet wird und die Bauleitung der Landesgartenschaugesellschaft den Bürgerinnen und Bürgern erläutert, was geschieht – das passiert allerdings nur etwa zweimal im Jahr. Der nächste Termin ist am Donnerstag, 20. August 2026 um 18 Uhr.

Derzeit wird auf dem Vorplatz der Willi-Zinnkann-Halle gearbeitet. Die Pflanzmulden als Teil der Regengärten sind für die Bepflanzung im Herbst vorbereitet, Leitungen wurden verlegt und die Fläche neu gepflastert. Nun wird direkt entlang des Veranstaltungssaals der Willi-Zinnkann-Halle das sogenannte Stadtsofa gebaut. Dort entsteht als Aufenthaltsfläche auf zwei Ebenen eine Sitzterrasse mit Blick in den Stadtpark. Gemeinsam mit dem Fontänenfeld, das auf dem Rathausvorplatz angelegt wird, bildet das Stadtsofa das Herzstück der neuen Begegnungs- und Verweilfäche direkt am Gebäude der Stadtverwaltung.

Die Baustellenführung im Stadtpark Büdingen am 20. August dauert etwa eine Stunde und findet bei jeder Witterung statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Treffpunkt: 18 Uhr vor der Willi-Zinnkann-Halle.

Vorplatz Rathaus Baustelle © Stadt Büdingen
Vorplatz Rathaus Baustelle © Stadt Büdingen

Förderzusagen LEADER Regionalbudget für drei weitere Projekte

Drei weitere aktuelle Projekte werden mit Fördermitteln aus dem LEADER Regionalbudget in Büdingen realisiert. Es sind eine Waldmurmelbahn im Traumwald, die Umgestaltung des Dorfplatzes in Wolferborn sowie die Anschaffung von Tischtennisplatten für den Stadtteil Eckartshausen.

Im Traumwald wird über eine Strecke von etwa drei Kilometern eine Waldmurmelbahn mit vier Stationen und abwechslungsreichen Aufgaben für Kinder entstehen. Die Murmelbahn wird aus heimischen Hölzern gefertigt und stellt eine Angebotsbereicherung für den Traumwald dar. Dieses Projekt wurde durch den Gewerbeverein initiiert. Der Zuschuss des LEADER-Regionalbudgets beträgt hier EUR 15.993,23. Aus demselben Fördertopf erhält Wolferborn EUR 11.653,91 für die Umgestaltung des Vorplatzes zur Seemenbachhalle. Dieser soll durch Begrünung und Sitzgelegenheiten zu einem Dorftreffpunkt werden. Ebenso soll der Platz als Rastplatz für Radler und Ausflügler dienen, die den derzeit entstehenden Seemenbach-Radweg künftig nutzen. Die Idee der Umgestaltung entstand während der Workshops in den Stadtteilen, die im Rahmen der Planung der Landesgartenschau abgehalten wurden. Für Eckartshausen gibt es EUR 1.791,98 aus dem LEADER-Topf zwecks Anschaffung zweier Tischtennisplatten. Diese sollen ein niedrigschwelliges, generationsübergreifendes Freizeitangebot im Wilhelm-Kröll-Dorfgemeinschaftshaus ermöglichen.

Die LEADER-Förderung wird von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung im Wetteraukreis mbH umgesetzt. LEADER ist ein Programm zur Förderung der Entwicklung ländlicher Räume, das auf Beteiligung der Bevölkerung setzt. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung im Wetteraukreis mbH ist auch für die Projektentwicklung und Antragstellung im Rahmen von LEADER zuständig. Die LEADER-Förderung ist ein europäischer Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), der durch Mittel von Bund und Land ergänzt wird. Ziel ist es, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern, nachhaltige Entwicklungen anzustoßen und die regionale Wirtschaft zu stärken. 

Foto: Übergabe der LEADER-Förderbescheide. v.l.: Arnika Haury (Stadt Büdingen), Katja Euler (Stadt Büdingen), Christine Brand (Gewerbe- und Verkehrsverein Büdingen), Sonja Rupprich (Aktionsgruppe Waldmurmelbahn), Wolfgang Faust (Ortsbeirat Wolferborn), Benjamin Harris (Stadt Büdingen)

LEADER Juni 2026 © Magistrat der Stadt Büdingen
LEADER Juni 2026 © Magistrat der Stadt Büdingen

Fläche vor dem Büdinger Rathaus für Baumaßnahmen gesperrt 

Im Zuge der Baumaßnahmen für den Stadtpark wird ab Mai das Areal rund um das Büdinger Rathaus baulich in Angriff genommen. Begonnen wird ab dem 4. Mai zunächst mit dem Bereich unmittelbar vor dem Eingang der Willi-Zinnkann-Halle. Voraussichtlich ab 11. Mai folgt dann der Bereich des jetzigen Rathausvorplatzes inklusive der Parkplatzflächen. Im Zuge der Bauarbeiten wird der komplette Bereich für Abbrucharbeiten und die darauffolgenden Garten- und Landschaftsbauarbeiten gesperrt. Hierfür bittet die Stadtverwaltung um Verständnis.

Das Rathaus bleibt während der Bauarbeiten über den Haupteingang für Bürgerinnen und Bürger erreichbar. Die Willi-Zinnkann-Halle ist über die Rampe des Haupteingangs uneingeschränkt zugänglich, die Treppe wird für die Arbeiten gesperrt. Auf dem Vorplatz des Rathauses entsteht ein ebenerdiges Brunnenfeld mit Wasserfontänen sowie zwei Pflanzinseln mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und Staudenbepflanzung, in welchen Oberflächenwasser versickert. Ein „Stadtsofa“ entlang der Ostseite der Willi-Zinnkann-Halle lädt als Treffpunkt ein: eine zwei Ebenen umfassende Fläche, die als Sitzterrasse, Bühnenfläche und gleichzeitig als Notausgang für die Halle genutzt werden kann. Die gesamte Fläche soll ab April 2027 kleineren und größeren Veranstaltungen als Bühne dienen. Ca. 40 Parkplätze stehen zukünftig auf dem Vorplatz des Rathauses und entlang der Eberhard-Bauner-Allee zur Verfügung. Auf der Büchereiwiese und in der Straße an der Fahrbach werden keine baulichen Veränderungen vorgenommen und Verkehrsteilnehmer finden aktuell und weiterhin Parkmöglichkeiten. Im Umkreis der Stadtverwaltung werden ca. 100 Pkw-Stellplätze bleiben.

Der neue Stadtpark in Büdingen wird bis Frühjahr 2027 fertiggestellt. Anlässlich der Landesgartenschau Oberhessen werden der Schlosspark in Gedern und der Untere Kurpark in Bad Salzhausen neu gestaltet. Der Stadtpark in Büdingen wird während des Events vom 22. April bis 3. Oktober nächsten Jahres eintrittsfrei für Besucher zugänglich sein.

Baumaßnahmen vor dem Rathaus © Stadt Büdingen
Baumaßnahmen vor dem Rathaus © Stadt Büdingen


E-Mailverteiler zur Landesgartenschau Oberhessen 2027 in Büdingen

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