Viel wird gebaut, viel wird bewegt: Büdingen investiert in seine Zukunft
Viel wird gebaut, viel wird bewegt: Büdingen investiert in seine Zukunft
Zahlreiche Projekte werden derzeit in der Kernstadt und den Stadtteilen gleichzeitig umgesetzt. Die Stadt bittet um Verständnis für vorübergehende Einschränkungen und zeigt, was mit den Investitionen für Büdingens Zukunft entsteht.
Wer derzeit durch Büdingen und seine Stadtteile fährt, begegnet an vielen Stellen Baustellen, Umleitungen und Baumaschinen. Zahlreiche Projekte werden gleichzeitig umgesetzt oder stehen unmittelbar vor dem Baubeginn. Das bringt vorübergehend Einschränkungen mit sich. Gleichzeitig entstehen wichtige Verbesserungen, von denen die Bürgerinnen und Bürger über viele Jahre profitieren werden.
Die Stadt Büdingen bittet deshalb um Verständnis und Geduld. Denn hinter den Baustellen stehen Investitionen in eine moderne und funktionierende Infrastruktur, in Sicherheit, Kinderbetreuung, Hochwasserschutz und Mobilität sowie in neue Orte für Begegnung, Freizeit und Erholung.
„Uns ist bewusst, dass die derzeitige Situation den Menschen an einigen Stellen einiges abverlangt. Umleitungen, Lärm, Staub, Schmutz und längere Wege sind nicht angenehm“, erklärt Bürgermeister Benjamin Harris. „Aber wir bauen, weil wir unsere Infrastruktur erhalten und Büdingen und seine Stadtteile für die Zukunft gut aufstellen wollen. Die Einschränkungen sind vorübergehend. Die Verbesserungen bleiben.“
Wichtige Verkehrsachsen werden erneuert
Besonders spürbar sind derzeit die Arbeiten an der Verkehrsinfrastruktur. Die Brücke in der Brunostraße soll im September fertiggestellt werden. Damit kann eine wichtige Verkehrsachse in Büdingen wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Mit der Eberhard-Bauner-Allee steht bereits die nächste bedeutende Straßenbaumaßnahme bevor. Auch an weiteren Stellen im Stadtgebiet werden Straßen saniert und erneuert. Hinzu kommen Investitionen in die unterirdische Infrastruktur. Weitere Kanalsanierungen stehen an, unter anderem in Rinderbügen. Ziel ist es, Leitungen rechtzeitig zu erneuern und einen Sanierungsstau für kommende Generationen zu vermeiden.
In Eckartshausen wird nach rund acht Jahren Planungszeit die Brücke über den Krebsbach am Kindergarten saniert. Auch dieses lange vorbereitete Projekt wird damit endlich umgesetzt.
Für den Radverkehr entstehen ebenfalls neue Verbindungen. Gebaut wird am Hammer sowie zwischen Rinderbügen und Wolferborn. Gleichzeitig verbessert die Stadt die Parksituation in der Kernstadt. An der Fahrbach entstehen rund 40 zusätzliche Stellplätze. In der Berliner Straße sollen weitere rund 25 Parkmöglichkeiten geschaffen werden.
„Viele dieser Maßnahmen laufen parallel und müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Dabei geht es nicht nur um das, was man oberirdisch sieht. Auch Straßen, Kanäle, Brücken und andere technische Infrastruktur müssen kontinuierlich erneuert werden, damit wir keinen Sanierungsstau entstehen lassen“, erklärt die stellvertretende Bauamtsleiterin Susanne Mahnke.
Investitionen in Sicherheit und Hochwasserschutz
Auch bei der Feuerwehr geht es sichtbar voran. Das neue Feuerwehrgerätehaus in Diebach am Haag befindet sich auf der Zielgeraden. Im Herbst soll das Gebäude an die Feuerwehr übergeben werden. Künftig werden von dort die bisherigen Einsatzabteilungen aus Diebach am Haag, Lorbach und Vonhausen gemeinsam für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz sein.
In Wolf wächst gleichzeitig das nächste neue Feuerwehrgerätehaus. Der Rohbau nimmt bereits deutlich Gestalt an.
Große Fortschritte gibt es auch beim Hochwasser- und Gewässerschutz. Die Renaturierung des Seemenbachs im Bereich der Kläranlage Düdelsheim ist weit fortgeschritten. Nach den Herbstferien soll das Projekt im Beisein des Regierungspräsidenten offiziell eingeweiht werden. Gleichzeitig haben die Arbeiten zur Renaturierung des Seemenbachs zwischen Büdingen und Rinderbügen begonnen.
Damit verbindet die Stadt ökologische Verbesserungen mit einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Gewässer und einem besseren Umgang mit den Folgen von Starkregen und Hochwasser.
Kinder, Familien und das gesellschaftliche Leben profitieren
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der sozialen Infrastruktur. Im Sommer wurde der neue Spielplatz am Eichelberg fertiggestellt. Ab September entsteht im neuen Stadtpark ein weiterer großer Spielbereich, der inklusiv angelegt ist.
Auch die Erweiterung der Kita Weiherwiesen ist in vollem Gange. Der ökologische Erweiterungsbau schafft zusätzliche Räume für die Kinder sowie bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Nach dem heißen Sommer wurden die Planungen noch einmal angepasst und zusätzliche Maßnahmen zum Hitzeschutz vorgesehen.
In Lorbach wird derzeit die Wolfgang-Konrad-Halle nach einem Wasserschaden saniert. Damit wird ein wichtiger Ort für Vereine, Veranstaltungen und das gesellschaftliche Leben wiederhergestellt.
Auch in Düdelsheim entsteht Neues. Die Erschließung des Neubaugebietes Eichmorgen steht kurz vor dem Abschluss. Zum Jahresende sollen die neuen Grundstückseigentümer ihre Baugrundstücke übernehmen können.
Landesgartenschau schafft bleibende Werte
Besonders sichtbar ist die Entwicklung rund um die interkommunale Landesgartenschau Oberhessen 2027. Der neue Stadtpark auf der Bruchwiese nimmt zunehmend Gestalt an. Wege, Grünflächen und Aufenthaltsbereiche lassen bereits heute erkennen, wie sich das Areal verändern wird.
Dabei beschränkt sich die Entwicklung keineswegs auf die Kernstadt. Auch in den Stadtteilen entstehen bleibende Projekte. Dazu gehören unter anderem die Aufwertung des Erlenborns in Michelau, die Pflanzung der Nussecken in verschiedenen Stadtteilen, die Erweiterung des TraumWalds mit der ApfelArche und die Sanierung des Backhauses in Wolf.
„Bei einer Landesgartenschau geht es uns ganz bewusst um nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. Viele Projekte wurden für das Durchführungsjahr 2027 angestoßen, sind aber langfristig gedacht. Die Bau- und Ertüchtigungsmaßnahmen zur Landesgartenschau Oberhessen schaffen neue Treffpunkte und werten Lieblingsorte auf, die Büdingen noch lebenswerter machen“, erklärt Arnika Haury, Leitung der Stabsstelle Landesgartenschau bei der Stadt Büdingen.
Viele Projekte bedeuten auch eine große organisatorische Aufgabe
Dass so viele Maßnahmen parallel umgesetzt werden können, ist das Ergebnis der Zusammenarbeit vieler Beteiligter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Bauhofs koordinieren Planungen, Förderanträge und Vergaben, begleiten Baustellen und lösen die vielen kleineren und größeren Herausforderungen, die während eines Bauprojektes entstehen.
Hinzu kommen Planungsbüros, Ingenieure, Handwerksbetriebe und ausführende Unternehmen. Auch die politischen Gremien haben mit ihren Beschlüssen den Weg für zahlreiche Maßnahmen freigemacht und begleiten die Projekte in der Stadtverordnetenversammlung und den Ausschüssen.
„Was momentan an vielen Stellen unserer Großgemeinde gleichzeitig geleistet wird, verdient Anerkennung“, sagt Harris. „Mein Dank gilt deshalb unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den politischen Gremien, den beteiligten Planern und natürlich den vielen Menschen auf den Baustellen, die dafür sorgen, dass aus Planungen konkrete Verbesserungen werden.“
Fördermittel machen viele Investitionen möglich
Ein Großteil der Projekte kann auch dank umfangreicher Fördermittel umgesetzt werden. Unterstützung erhält die Stadt unter anderem aus dem Regionalbudget, von Hessen Mobil und dem Land Hessen, über die LEADER-Region Wetterau/Oberhessen sowie von der KfW.
„Ohne diese Fördermöglichkeiten wären viele Investitionen für eine Kommune in dieser Größenordnung kaum oder nur über einen wesentlich längeren Zeitraum zu stemmen. Deshalb gilt unser ausdrücklicher Dank auch allen Fördermittelgebern und Partnern, die diese Entwicklung Büdingens unterstützen“, so Harris.
Die Geduld soll sich auszahlen
Die Stadtverwaltung arbeitet daran, die Projekte so schnell und koordiniert wie möglich umzusetzen und Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Dennoch lassen sich Einschränkungen während der Bauzeit nicht vollständig vermeiden. Gerade deshalb will die Stadt weiterhin transparent über Baufortschritte, Sperrungen und die Hintergründe der einzelnen Maßnahmen informieren.
„Ich kann jeden verstehen, der morgens vor einer Umleitung steht und sich zunächst darüber ärgert“, so Harris. „Unser Ziel muss sein, zu erklären, warum gebaut wird und was anschließend besser sein wird. Wenn eine Brücke wieder geöffnet ist, eine Straße erneuert wurde, ein neuer Radweg genutzt werden kann oder Kinder einen neuen Spielplatz bekommen, wird aus einer vorübergehenden Belastung ein dauerhafter Mehrwert.“
Dabei richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Aufgaben. Neben weiteren Investitionen in Straßen, Kanäle und öffentliche Gebäude gehört dazu auch die kommunale Wärmeplanung, mit der frühzeitig die Weichen für die zukünftige Energieversorgung gestellt werden.
„Wir haben noch viel vor“, erklärt Harris. „Unser Anspruch ist es, nicht nur auf Probleme zu reagieren, sondern vorausschauend zu planen. Wir wollen eine funktionierende Infrastruktur und gleichzeitig lebenswerte Orte schaffen, an denen Menschen gerne wohnen, sich begegnen und ihre Freizeit verbringen. Dafür arbeiten viele Menschen jeden Tag mit großem Engagement.“
Wenn die aktuellen Baustellen nach und nach abgeschlossen sind, sollen deshalb nicht nur Bauzäune und Umleitungen verschwinden. Zurück bleiben neue und erneuerte Straßen, sichere Brücken, moderne Feuerwehrhäuser, bessere Radwege, zusätzliche Parkmöglichkeiten, attraktive Spiel- und Aufenthaltsflächen und eine Infrastruktur, die Büdingen und seine Stadtteile für die kommenden Jahre stärkt.