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04.10.2021

Gemeinsam für die Zukunft

Gemeinsam für die Zukunft

BÜDINGEN. Vor allem in kleinen Ortschaften kennt man sich, die Menschen stehen in engem Kontakt untereinander. Mit einer Entscheidung für den Glasfaserausbau setzen sie sich gemeinsam für die Zukunftsfähigkeit ihrer Dörfer ein – beispielsweise in Michelau, Wolf, Calbach und Diebach am Haag, denn die Orte haben zurzeit die Nase vorn bei der Beteiligung am Glasfaserausbau. Die Ortsvorsteher der vier Büdinger Stadtteile erzählen, wie sie sich in ihrem Ort für das Infrastrukturprojekt stark machen.

„Wir erklären, dass das die Zukunftstechnologie und der Weg nach vorne ist“, sagt Markus Gerlach, Ortsvorsteher in Michelau. Der Ortsbeirat hat ordentlich die Werbetrommel für den Glasfaserausbau gerührt: Im zweitkleinsten Stadtteil von Büdingen haben sich prozentual bisher die meisten Bürgerinnen und Bürger für einen Glasfaseranschluss in ihrem Haushalt entschieden. „Bei den ein oder anderen, vor allem bei älteren Bürgern, gab es noch Bedenken, die wir im persönlichen Gespräch aber ausräumen konnten“, erklärt Markus Gerlach, der selbst ebenfalls in der Branche tätig ist. „Im Moment ist das DSL noch gut, aber mit den nächsten Zukunftsanwendungen wird sich der Datendurchsatz enorm erhöhen. Glasfaser ist das Medium der Zukunft, das ist nicht zu leugnen.“ Auch wenn Häuser oder Wohnungen zur Miete oder zum Verkauf stehen, komme von Interessierten meistens die Frage nach der verfügbaren Internetanbindung. Der Ortsvorsteher freue sich, dass die Beteiligung in Michelau bereits gut ist, unterstreicht Markus Gerlach und fügt an: „Sollten die 40 Prozent nicht erreicht werden, habe ich die Befürchtung, dass bis auf absehbare Zeit gar nichts in Sachen Glasfaser passiert. Ich gucke nach den orangenen Steckern vor den Häusern und hoffe, dass es klappt.“

Bernd Frieborg hat sich in Wolf zusammen mit einigen anderen Interessierten mit einem der Glasfaserberater der Deutschen GigaNetz verabredet. „Wir haben alle Fragen besprochen und zum Teil schon unterschrieben“, schildert der Wolfer Ortsvorsteher. Er hält den Glasfaserausbau auch deshalb für wichtig, weil er eine Wertsteigerung der Immobilie mit sich bringt. „Das Element Kupferkabel kann nicht die nötige Leistung bringen, als Teil des ‚Speckgürtels‘ der Metropolregion Frankfurt am Main ist Glasfaser in Büdingen ein Pluspunkt für die Ansiedlung von Firmen“, sagt Bernd Frieborg. „Ich kann nur dazu raten, es ist kostengünstig und man sollte sich dem technischen Fortschritt annehmen.“

In Calbach kommt die Rolle des Ortsvorstehers als Vorbild zum Tragen, erzählt Frank Lämmchen: „Calbach ist ein kleines, aber ruhiges Dörfchen. Hier wird viel über die Straße gesprochen.“ Der Ortsbeirat ist schon früh aktiv geworden. „Wir sind auf Leute zugegangen, haben in den Sitzungen auf die Tarife hingewiesen, die Gewerbetreibenden informiert und den Flyer über den Mailverteiler im Dorf verschickt“, sagt der Calbacher Ortsvorsteher. Oft kämen noch Unsichere oder Unentschlossene auf ihn zu. „Der Glasfaserausbau ist wichtig, um nicht den wenigen gewerblichen Betrieben die Basis zu nehmen.“ Der ländliche Raum dürfe nicht vergessen werden. „Als bei der Freiwilligen Feuerwehr der Digitalfunk eingeführt wurde, waren wir in Calbach in einem schwarzen Loch. Das soll nicht auch beim Glasfaserausbau passieren“, sagt Frank Lämmchen, der schon seit über zehn Jahren Ortsvorsteher im Dorf ist. „Deshalb sind wir vom Ortsbeirat weiterhin zur Stelle und ermuntern die Menschen, mit Fragen auch direkt auf die Deutsche GigaNetz zuzugehen.“

Auch Waldemar Steinbring wird in Diebach am Haag hin und wieder angesprochen, wie der Ortsvorsteher erzählt: „Ich sage dann, dass ich hinter dem Vorhaben stehe und selbst bereits einen Vertrag abgeschlossen habe, technische Fragen kann ich aber auch nicht beantworten.“ Dafür holte er sich Unterstützung von der Deutschen GigaNetz: „Wie auch andere Ortsbeiräte das schon gemacht haben, haben wir zwei Berater zur Sitzung eingeladen. Insgesamt 25 Diebacher waren da, um ihre Fragen zu klären.“ Vor allem bei den Älteren sei die Resonanz teilweise gering - dabei müssten auch sie sich beteiligen, damit das Projekt zustande kommt. Steinbring: „Glasfaser ist Zukunft. Je mehr mitmachen, desto besser.“

Bildunterschrift: Die Stecker in den Höfen und Vorgärten zeigen, wer sich bereits für einen Glasfaseranschluss entschieden hat. Man ist auf einem guten Weg, finden die Ortsvorsteher von Michelau, Wolf, Calbach und Diebach am Haag.
Bildunterschrift: Die Stecker in den Höfen und Vorgärten zeigen, wer sich bereits für einen Glasfaseranschluss entschieden hat. Man ist auf einem guten Weg, finden die Ortsvorsteher von Michelau, Wolf, Calbach und Diebach am Haag.

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