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08.08.2020

Nachtruhe in der Altstadt wiederhergestellt

Allein in den ersten 20 Tagen des Monats Juli gab es bezüglich zweier Gaststätten im Bereich des Damms und des Marktplatzes jeweils elf Beschwerden über ruhestörenden Lärm und auch Schlägereien, wobei dies Zeiten kurz vor 24 Uhr, 3:00 Uhr, 4:00 Uhr und 5:00 Uhr nachts betrafen. Die Anwohner im näheren und weiteren Umfeld der Gaststätten haben sich sowohl bei der Polizei als auch dem Ordnungsamt entsprechend beschwert, dass von Nachtruhe nicht mehr die Rede sein könne. In einer Pressemeldung vom 30.7.2020 hatten die beiden Gaststättenbetreiber dargelegt, sie hätten seit Jahren Ärger mit der Stadt Büdingen. Dies ist zutreffend, denn es ist Aufgabe des Ordnungsamtes die permanenten Ruhestörungen mit geeigneten Maßnahmen zu unterbinden. Da die beiden Gastwirte, die ja von sich aus an die Presse gegangen sind, keine Einsicht gezeigt haben, Ordnungsgelder keine Wirkung zeigten, d. h.sie nichts unternommen haben, um die Ruhestörungen zu unterbinden, war weiterer Handlungsbedarf gegeben. Insbesondere deshalb, weil zu den vorgenannten Uhrzeiten auch noch die Außengaststätten betrieben wurden und die Fenster der Gaststätten sperrangelweit geöffnet waren, ganz zu schweigen davon, dass auch von dort laute Musik nach außen gedrungen ist.

Da sich beide Gastwirte nicht an elementare Regeln trotz Mahnungen und Ordnungsgeldern gehalten haben, musste die Reißleine gezogen und zu drastischen Maßnahmen gegriffen werden. Es wurde eine Sperrzeitverlängerung ausgesprochen, mit der Folge, dass bis zum 12.8.2020 beide gastronomische Betriebe nur bis 22:00 Uhr geöffnet sein dürfen.

Diese Maßnahme hat Wirkung gezeigt. Auf Veranlassung von Bürgermeister Spamer haben im Anschluss mit ihm und den Gaststättenbetreibern getrennte, konstruktive Gespräche stattgefunden, in denen unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wurde, dass bei weiteren Verstößen erneut von der Sperrzeitverlängerung Gebrauch gemacht werden würde. Die Inhaber beider gastronomischen Betriebe haben im Gespräch Einsicht gezeigt und unter anderem dargelegt, dass zum Beispiel nur noch fest angestelltes Personal eingesetzt und auch darauf geachtet werde, dass Fenster und Türen geschlossen gehalten werden. Zugesagt wurde auch, dass nach Schließung der Außengaststätten die Gäste die Gaststätte nicht mehr mit Gläsern verlassen, um z. B. zu rauchen. Um Schlägereien und anderweitige verbale Auseinandersetzungen zu vermeiden, soll zukünftig auch an offensichtlich Betrunkene kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Letztlich wollen sie dafür Sorge tragen, dass die Gäste nach dem Verlassen der Lokale zügig den Außenbereich verlassen.